Amortisationsrechnung

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Amortisationsrechnung

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Die Amortisationsrechnung ist eine dynamische oder statische Methode der Investitionsrechnung, mit der berechnet wird, wie lange es dauert, bis eine Investition durch die erwirtschafteten Einnahmen oder Einsparungen zurückgezahlt ist. Dieser Zeitraum wird als Amortisationszeit oder Payback-Periode bezeichnet.

Die Amortisationsrechnung dient dazu, das Risiko von Investitionen abzuschätzen:

  • Je kürzer die Amortisationszeit, desto schneller wird das investierte Kapital zurückgewonnen und desto geringer ist das Risiko der Investition.
  • Je länger die Amortisationszeit, desto riskanter die Investition, da zukünftige Erträge unsicherer sind.

Arten der Amortisationsrechnung

  1. Statische Amortisationsrechnung
    • Betrachtet ausschließlich durchschnittliche jährliche Rückflüsse (Gewinne oder Kosteneinsparungen).
    • Vernachlässigt den Zeitwert des Geldes, also Zinsen und Inflation.
    Formel: Amortisationszeit=Anfangsinvestitiondurchschnittlicher ja¨hrlicher Gewinn oder Kosteneinsparung\text{Amortisationszeit} = \frac{\text{Anfangsinvestition}}{\text{durchschnittlicher jährlicher Gewinn oder Kosteneinsparung}} Beispiel:
    Eine Maschine kostet 50.000 € und bringt jährlich eine Ersparnis von 10.000 €. Amortisationszeit=50.000€10.000€=5 Jahre\text{Amortisationszeit} = \frac{50.000 €}{10.000 €} = 5 \text{ Jahre} → Die Maschine hat sich nach 5 Jahren amortisiert.

  1. Dynamische Amortisationsrechnung
    • Berücksichtigt den Zeitwert des Geldes durch Abzinsung der Zahlungsströme.
    • Nutzt diskontierte Cashflows (Kapitalwertmethode), um realistische Rückflüsse zu berechnen.
    Formel: ∑Einzahlungsu¨berschu¨sse(1+r)t=Investitionssumme\sum \frac{\text{Einzahlungsüberschüsse}}{(1 + r)^t} = \text{Investitionssumme} mit:
    • rr = Diskontierungszinssatz
    • tt = Zeitraum
    Beispiel:
    Eine Investition von 50.000 € bringt über 5 Jahre jährliche Rückflüsse von 10.000 €, die mit 5 % abgezinst werden: Abgezinster Zahlungsstrom im Jahr 1=10.000(1+0,05)1=9.524€\text{Abgezinster Zahlungsstrom im Jahr 1} = \frac{10.000}{(1+0,05)^1} = 9.524 € Abgezinster Zahlungsstrom im Jahr 2=10.000(1+0,05)2=9.070€\text{Abgezinster Zahlungsstrom im Jahr 2} = \frac{10.000}{(1+0,05)^2} = 9.070 € … nach mehreren Jahren ergibt sich eine kürzere oder längere Amortisationszeit als in der statischen Methode.

Vor- und Nachteile der Amortisationsrechnung

Vorteile
Einfache Anwendung – besonders die statische Methode ist leicht zu berechnen.
Schnelle Risikobewertung – kurze Amortisationszeit bedeutet geringeres Investitionsrisiko.
Nützlich für kurzfristige Investitionen – hilft, Liquiditätsentscheidungen zu treffen.

Nachteile
Berücksichtigt keine Erträge nach der Amortisationszeit – eine langfristig rentable Investition könnte ausgeschlossen werden.
Statische Methode ignoriert den Zeitwert des Geldes – langfristige Investitionen werden falsch bewertet.
Nur bedingt für strategische Entscheidungen geeignet – sollte mit anderen Investitionsrechnungen kombiniert werden.


Fazit

Die Amortisationsrechnung ist eine schnelle Methode zur Bewertung von Investitionen, insbesondere zur Risikoabschätzung. Sie ist jedoch nicht ausreichend für langfristige, strategische Investitionen, da sie Erträge nach der Amortisationszeit nicht berücksichtigt. Deshalb wird sie oft mit anderen Methoden wie der Kapitalwertmethode (NPV) oder dem internen Zinsfuß (IRR) kombiniert. 🚀

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