Zero-Base-Budgeting

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Zero-Base-Budgeting

Bild von maniacvector auf Freepik

1. Was ist Zero-Base-Budgeting (ZBB)?

Zero-Base-Budgeting (ZBB) ist eine Budgetierungsmethode, bei der jede neue Budgetperiode bei Null beginnt. Anders als bei traditionellen Budgetierungsverfahren, bei denen frühere Budgets als Grundlage für das neue Budget dienen, müssen bei ZBB alle Ausgaben von Grund auf neu begründet und gerechtfertigt werden.

Kernprinzip: Jede Ausgabe muss sich lohnen und durch klare Nutzenargumente gerechtfertigt sein.

💡 Beispiel:
Ein Unternehmen kann nicht einfach das Marketingbudget des Vorjahres um 5 % erhöhen. Es muss stattdessen nachweisen, warum jeder Euro im Marketing ausgegeben werden sollte.


2. Merkmale von Zero-Base-Budgeting

📌 1️⃣ Keine automatische Fortschreibung früherer Budgets

  • Jede Abteilung muss ihr Budget neu begründen.
  • Frühere Ausgaben haben keinen Einfluss auf die neue Budgetzuteilung.

📌 2️⃣ Fokus auf Prioritäten & Effizienz

  • Budgetierung erfolgt auf Basis des Bedarfs, nicht aufgrund historischer Daten.
  • Unnötige Kosten werden identifiziert und eliminiert.

📌 3️⃣ Analyse und Bewertung jeder Kostenstelle

  • Jede Ausgabe wird anhand von Zielvorgaben und erwarteten Ergebnissen überprüft.
  • Manager müssen ihre Budgets rechtfertigen, um Mittel zu erhalten.

📌 4️⃣ Optimale Ressourcennutzung

  • Kostensenkungspotenziale werden aufgedeckt.
  • Ressourcen werden gezielt in erfolgreiche und strategisch wichtige Bereiche gelenkt.

3. Ablauf von Zero-Base-Budgeting

1️⃣ Identifikation von Budgeteinheiten

  • Jede Abteilung oder jeder Geschäftsbereich wird als separate Budgeteinheit betrachtet.

2️⃣ Analyse und Begründung von Kosten

  • Jede Einheit muss ihr Budget von Grund auf rechtfertigen.
  • Nur notwendige und wertschöpfende Kosten werden genehmigt.

3️⃣ Priorisierung und Mittelvergabe

  • Unternehmen entscheiden, welche Projekte und Abteilungen die höchste Priorität haben.
  • Budgets werden entsprechend zugewiesen.

💡 Beispiel:
Ein Unternehmen plant sein IT-Budget. Statt einfach den Vorjahresbetrag zu übernehmen, analysiert es:
✅ Welche Softwarelizenzen sind wirklich notwendig?
✅ Können Wartungskosten gesenkt werden?
✅ Ist eine Investition in Automatisierung sinnvoll?


4. Beispiele für Zero-Base-Budgeting

1️⃣ Coca-Cola

  • Hat ZBB eingeführt, um ineffiziente Ausgaben zu reduzieren.
  • Ergebnis: Deutliche Kostensenkungen im Marketing und höhere Effizienz.

2️⃣ Kraft Heinz

  • Setzte ZBB ein, um Budgets für Marketing und Verwaltung von Grund auf neu zu strukturieren.
  • Folge: Einsparungen von mehreren Millionen Dollar.

3️⃣ Öffentliche Verwaltung

  • In einigen Staaten nutzen Regierungen ZBB, um Budgets für Bildung oder Infrastruktur effizienter zu gestalten.

5. Vorteile und Nachteile von Zero-Base-Budgeting

Vorteile

Effiziente Ressourcennutzung – Kein Geld wird für unnötige Posten ausgegeben.
Kostenreduzierung – Spart oft Millionen durch den Wegfall ineffizienter Ausgaben.
Strategische AusrichtungBudget wird gezielt auf die wichtigsten Unternehmensbereiche gelenkt.

Nachteile

Hoher Zeit- & Arbeitsaufwand – Jede Budgetperiode erfordert eine aufwendige Neuanalyse.
Widerstand in Unternehmen – Mitarbeiter können sich gegen die ständige Begründungspflicht wehren.
Kurzfristiger Fokus – Langfristige Investitionen könnten vernachlässigt werden.


6. Fazit

Zero-Base-Budgeting ist ein effektives Instrument zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung, da jede Ausgabe neu begründet werden muss. Es eignet sich besonders für Unternehmen mit hohem Kostendruck oder ineffizienten Strukturen.

📌 Trend: Viele Unternehmen setzen ZBB gezielt in einzelnen Abteilungen ein, anstatt es auf das gesamte Unternehmen anzuwenden. 🚀 Du möchtest zu diesen Begriff oder einem anderen Thema mit uns ins Gespräch kommen? Dann kontaktiere uns einfach hier!

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