Devisenterminkontrakt

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Devisenterminkontrakt

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1. Was ist ein Devisenterminkontrakt?

Ein Devisenterminkontrakt ist ein verbindlicher Vertrag zwischen zwei Parteien, eine bestimmte Menge einer Währung zu einem festen Wechselkurs an einem bestimmten zukünftigen Datum zu kaufen oder zu verkaufen.

Im Gegensatz zum Devisenkassageschäft, bei dem der Währungstausch sofort erfolgt, wird beim Terminkontrakt der Währungstausch erst zu einem späteren Zeitpunkt vollzogen.


2. Merkmale eines Devisenterminkontrakts

🔹 Fixierter Wechselkurs → Der Kurs wird zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses festgelegt, unabhängig von späteren Marktbewegungen.
🔹 Fester Betrag → Die Menge der gehandelten Währung ist im Voraus festgelegt.
🔹 Fester Lieferzeitpunkt → Der Währungstausch erfolgt zu einem zukünftigen, vertraglich vereinbarten Zeitpunkt.
🔹 Kein sofortiger Kapitalfluss → Erst bei Fälligkeit wird die Zahlung geleistet.


3. Wie funktioniert ein Devisenterminkontrakt?

📌 Beispiel:
Ein deutsches Unternehmen erwartet in 3 Monaten eine Zahlung in US-Dollar (USD), möchte aber nicht das Risiko von Wechselkursschwankungen tragen.

  • Aktueller Wechselkurs: 1 EUR = 1,10 USD
  • Das Unternehmen schließt heute einen Devisenterminkontrakt ab, um in 3 Monaten 100.000 USD gegen Euro zu tauschen – zu einem festgelegten Kurs von 1 EUR = 1,09 USD.
  • In 3 Monaten erhält das Unternehmen 100.000 USD und tauscht diese zum vereinbarten Kurs in 91.743 EUR.
  • Selbst wenn der Marktkurs dann bei 1,05 USD/EUR liegt, ist das Unternehmen geschützt und erhält den besseren vorher fixierten Kurs.

Vorteil: Absicherung gegen Wechselkursrisiken.
Nachteil: Falls sich der Wechselkurs günstiger entwickelt, profitiert das Unternehmen nicht davon.


4. Wozu werden Devisenterminkontrakte genutzt?

Absicherung (Hedging):

  • Unternehmen, die internationale Geschäfte tätigen, schützen sich gegen ungünstige Wechselkursänderungen.
  • Beispiel: Ein deutscher Importeur kauft Waren in US-Dollar und sichert sich mit einem Terminkontrakt gegen steigende USD-Kurse ab.

Spekulation:

  • Investoren nutzen Devisenterminkontrakte, um auf zukünftige Wechselkursentwicklungen zu setzen und Gewinne zu erzielen.

Arbitrage:

  • Händler nutzen Kursunterschiede zwischen Kassakursen und Terminkursen, um risikofreie Gewinne zu erzielen.

5. Risiken und Chancen

🔹 Vorteile:
✅ Schutz vor Wechselkursrisiken.
✅ Planungssicherheit für Unternehmen.
✅ Keine sofortige Zahlung erforderlich.

🔹 Nachteile:
❌ Man kann nicht von günstigen Wechselkursentwicklungen profitieren.
❌ Der Vertrag ist verbindlich – selbst wenn der Markt sich anders entwickelt.


6. Fazit

  • Ein Devisenterminkontrakt ist ein Finanzinstrument zur Absicherung gegen Wechselkursrisiken.
  • Der Wechselkurs wird heute festgelegt, aber der Währungstausch erfolgt erst in der Zukunft.
  • Besonders nützlich für Unternehmen und Investoren, die sich gegen unerwartete Wechselkursbewegungen schützen möchten.

Solche Verträge bieten Sicherheit, können aber auch dazu führen, dass man von positiven Wechselkursentwicklungen nicht profitiert. 🎯


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