CIS Controls

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CIS Controls

Bild von Rama Krishna Karumanchi auf Pixabay

CIS Controls – Eine ausführliche Erklärung

1. Was sind die CIS Controls?

Die CIS Controls (Center for Internet Security Controls) sind eine Sammlung von bewährten Sicherheitspraktiken, die entwickelt wurden, um Unternehmen und Organisationen dabei zu helfen, ihre Cybersicherheit zu verbessern und ihre IT-Systeme vor Bedrohungen zu schützen. Sie bestehen aus einer Liste von kontrollierten, priorisierten und leicht umsetzbaren Sicherheitsmaßnahmen.

📌 Ziel der CIS Controls:
Die CIS Controls bieten eine klare und strukturierte Anleitung, um Cyberrisiken zu minimieren, indem sie auf die wichtigsten Sicherheitslücken abzielen, die häufig in Organisationen auftreten. Sie werden weltweit als eine der besten Methoden zur Schutz von Netzwerken, Daten und IT-Systemen angesehen.

💡 Herkunft:
Die CIS Controls werden vom Center for Internet Security (CIS), einer gemeinnützigen Organisation, entwickelt und regelmäßig aktualisiert, um neue Bedrohungen zu berücksichtigen. Sie wurden erstmals 2008 veröffentlicht und bieten heute eine vollständige Sammlung von 20 grundlegenden Sicherheitskontrollen.


2. Warum sind die CIS Controls wichtig?

Herausforderungen der Cybersicherheit:

🔴 Zunehmende Bedrohungen: Die Zahl und Komplexität von Cyberangriffen nehmen immer weiter zu (z. B. Ransomware, Phishing, DDoS-Attacken).

🔴 Schwächen in der Sicherheitsinfrastruktur: Viele Organisationen sind nicht in der Lage, die wichtigsten Sicherheitslücken zu erkennen und zu schließen, was sie anfällig für Angriffe macht.

🔴 Ressourcenmangel: Kleinere Unternehmen oder Organisationen ohne eigene IT-Sicherheitsabteilung haben oft Schwierigkeiten, die richtigen Maßnahmen umzusetzen, da sie nicht über die nötigen Ressourcen verfügen.

📌 Lösung durch die CIS Controls:
✅ Die CIS Controls bieten eine praktische, anpassbare und priorisierte Anleitung, um Sicherheitslücken schnell zu identifizieren und zu schließen.
✅ Sie unterstützen Unternehmen dabei, die kritischen Sicherheitsmaßnahmen zu implementieren, die den größten Einfluss auf die Cybersicherheit haben.


3. Die 20 CIS Controls

Die CIS Controls bestehen aus 20 Sicherheitskontrollen, die in verschiedene Kategorien unterteilt sind. Diese Kontrollen wurden nach ihrer Wichtigkeit und Wirkung priorisiert. Hier sind die wichtigsten 20:

🔹 1. Inventory and Control of Hardware Assets (Inventarisierung und Kontrolle von Hardware)

Ziel: Alle physischen Geräte im Netzwerk inventarisieren und verwalten.
Maßnahmen:

  • Alle Hardwaregeräte auflisten, die auf das Netzwerk zugreifen.
  • Unautorisierte Geräte identifizieren und entfernen.

💡 Beispiel:
Ein Unternehmen nutzt Netzwerkmanagement-Software, um alle verbundenen Geräte zu überwachen und zu verwalten.


🔹 2. Inventory and Control of Software Assets (Inventarisierung und Kontrolle von Software)

Ziel: Alle Softwareprodukte im Unternehmen kontrollieren.
Maßnahmen:

  • Nur genehmigte Software im Netzwerk zulassen.
  • Überwachung und Verwaltung von Softwarelizenzen und Versionen.

💡 Beispiel:
Ein Unternehmen setzt Software-Management-Tools ein, um alle installierten Programme zu verfolgen und sicherzustellen, dass keine unsicheren oder nicht autorisierten Anwendungen im Netzwerk laufen.


🔹 3. Continuous Vulnerability Management (Kontinuierliches Schwachstellenmanagement)

Ziel: Regelmäßige Erkennung und Behebung von Schwachstellen in Systemen und Software.
Maßnahmen:

  • Regelmäßige Schwachstellen-Scans durchführen.
  • Sicherheitslücken zeitnah schließen, um Angriffe zu verhindern.

💡 Beispiel:
Ein Unternehmen führt wöchentliche Automatisierte Schwachstellenscans durch, um potenzielle Sicherheitslücken in der IT-Infrastruktur zu identifizieren.


🔹 4. Controlled Use of Administrative Privileges (Kontrollierte Nutzung administrativer Rechte)

Ziel: Die Verwendung von Administratorrechten kontrollieren, um Missbrauch zu verhindern.
Maßnahmen:

  • Mindestprivilegien: Nur autorisierte Mitarbeiter erhalten Administratorrechte.
  • Protokollierung und Überwachung der Administratoraktivitäten.

💡 Beispiel:
Ein Unternehmen implementiert ein Privilegienmanagement-System, das sicherstellt, dass nur berechtigte Nutzer Zugang zu Administratorrechten haben.


🔹 5. Secure Configuration for Hardware and Software (Sichere Konfiguration von Hardware und Software)

Ziel: Systeme sicher konfigurieren, um Angriffe zu verhindern.
Maßnahmen:

  • Konfiguration von Betriebssystemen und Anwendungen gemäß Sicherheitsrichtlinien.
  • Deaktivierung unnötiger Funktionen und Dienste.

💡 Beispiel:
Ein Unternehmen stellt sicher, dass alle Server und Endgeräte mit sicheren Voreinstellungen installiert werden, um potenzielle Angriffsflächen zu minimieren.


🔹 6. Maintenance, Monitoring, and Analysis of Audit Logs (Wartung, Überwachung und Analyse von Audit-Protokollen)

Ziel: Überwachung und Analyse von Systemprotokollen, um Sicherheitsvorfälle zu erkennen.
Maßnahmen:

  • Erstellung und Archivierung von Protokollen für alle wichtigen Systeme.
  • Regelmäßige Überprüfung der Logs auf verdächtige Aktivitäten.

💡 Beispiel:
Ein Unternehmen setzt SIEM-Systeme (Security Information and Event Management) ein, um alle sicherheitsrelevanten Ereignisse automatisch zu protokollieren und zu überwachen.


🔹 7. Email and Web Browser Protections (Schutz von E-Mail und Webbrowser)

Ziel: Schutz vor Phishing und Malware, die über E-Mails und Webbrowser verbreitet werden.
Maßnahmen:

  • Antiviren-Software und Filter auf E-Mail-Systemen installieren.
  • Browser-Schutzfunktionen zur Vermeidung von bösartigen Webseiten nutzen.

💡 Beispiel:
Ein Unternehmen verwendet Spam-Filter und E-Mail-Sicherheitslösungen, um eingehende Phishing-E-Mails zu blockieren.


🔹 8. Malware Defenses (Malwareschutz)

Ziel: Schutz vor Schadsoftware und deren Ausbreitung im Netzwerk.
Maßnahmen:

  • Antiviren- und Anti-Malware-Software installieren und aktualisieren.
  • Überwachung des Netzwerks auf verdächtige Aktivitäten.

💡 Beispiel:
Ein Unternehmen setzt Echtzeit-Antiviren-Software auf allen Geräten ein, um Malware zu erkennen und zu blockieren.


🔹 9. Limitation and Control of Network Ports, Services, and Protocols (Beschränkung und Kontrolle von Netzwerkports, Diensten und Protokollen)

Ziel: Minimierung der Angriffsfläche durch Verwaltung von Netzwerkports und -diensten.
Maßnahmen:

  • Nur notwendige Ports, Dienste und Protokolle aktivieren.
  • Regelmäßige Überprüfung der offenen Ports und Dienste.

💡 Beispiel:
Ein Unternehmen deaktiviert alle nicht benötigten Netzwerkdienste und schließt unnötige Ports auf ihren Firewalls.


4. Weitere CIS Controls:

Die restlichen CIS Controls konzentrieren sich auf zusätzliche Bereiche wie:

  • Schutz der physischen Sicherheit (z. B. Zugangskontrollen für Rechenzentren)
  • Sicherheitsbewusstsein und Training für Mitarbeiter
  • Incident Response und Disaster Recovery zur Bewältigung von Sicherheitsvorfällen

Beispiel für vollständige Umsetzung der CIS Controls:

Ein Online-Shop implementiert alle 20 CIS Controls, um seine IT-Systeme und Kundendaten vor Cyberangriffen zu schützen, indem er Zugangskontrollen einführt, Schwachstellen regelmäßig überprüft, Malwareschutz aktiviert und alle Protokolle überwacht, um Sicherheitsvorfälle schnell zu erkennen.


5. Die Vorteile der CIS Controls

Einfache Implementierung: Die CIS Controls bieten eine klare Anleitung zur Umsetzung von Cybersicherheitsmaßnahmen.
Priorisierte Maßnahmen: Sie konzentrieren sich auf die wichtigsten Sicherheitslücken und bieten eine strategische Vorgehensweise, die Ressourcen schont.
Reduziert Risiken: Die Umsetzung der CIS Controls verringert die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Angriffe und minimiert Schäden durch Sicherheitsvorfälle.
Kostenersparnis: Durch die priorisierte und effektive Umsetzung werden Kosten für IT-Sicherheit reduziert.

💡 Beispiel:
Ein Start-up nutzt die CIS Controls, um kostengünstig eine solide IT-Sicherheitsstrategie zu etablieren und sich gegen häufige Angriffe wie Phishing und Ransomware zu schützen.


6. Fazit:

Die CIS Controls bieten einen strukturierten, praktischen Ansatz zur Verbesserung der Cybersicherheit und sind für Unternehmen jeder Größe und Branche geeignet. Durch die Priorisierung von Sicherheitsmaßnahmen auf den wichtigsten Angriffsflächen hilft das Framework dabei, die Schwachstellen in IT-Systemen zu minimieren und die Resilienz gegen Angriffe zu erhöhen. Du möchtest zu diesen Begriff oder einem anderen Thema mit uns ins Gespräch kommen? Dann kontaktiere uns einfach hier!

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