Meritorisches Gut

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Ein meritorisches Gut (auch meritorische Güter) ist ein Gut, das aus gesellschaftlicher Sicht als besonders wünschenswert gilt, aber oft zu wenig konsumiert wird, wenn der Markt allein darüber entscheidet. Der Staat greift daher regulierend ein, um den Konsum zu fördern.
⭕ Merkmale meritorischer Güter
✅ Gesellschaftlich erwünscht: Ihr Konsum bringt Vorteile für Individuum und Gesellschaft.
✅ Unterschätzter Nutzen: Menschen konsumieren sie oft weniger, weil sie den langfristigen Nutzen nicht vollständig erkennen oder finanzielle Hürden bestehen.
✅ Staatliche Förderung: Der Staat unterstützt oder subventioniert diese Güter, um den Konsum zu erhöhen.
Beispiele für meritorische Güter ☝️
📚 Bildung – Schulen und Universitäten werden staatlich gefördert, weil Bildung langfristig der gesamten Gesellschaft nutzt.
🏥 Gesundheitsversorgung – Impfungen oder Krankenhäuser werden oft subventioniert, um die öffentliche Gesundheit zu verbessern.
🚇 Öffentlicher Nahverkehr – Staatlich unterstützte Busse und Bahnen sollen umweltfreundliche Mobilität fördern.
Gegenteil: Demeritorische Güter
🚬 Demeritorische Güter sind unerwünscht, weil sie negative gesellschaftliche Folgen haben (z. B. Alkohol, Tabak). Ihr Konsum wird oft durch Steuern oder Verbote eingeschränkt.
Der Begriff stammt aus der Wohlfahrtsökonomik und wurde von Richard Musgrave geprägt.
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