Extension

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Extension (Übertreibung) nach Schopenhauer
Die Extension, auch Übertreibung, ist Schopenhauers erster Kunstgriff in der Eristischen Dialektik. Dabei handelt es sich um eine gezielte Verzerrung der Aussage des Gegners, um sie leichter angreifbar zu machen.
Wie funktioniert die Übertreibung?
📌 Taktik:
- Man nimmt die Aussage des Gegners und übertreibt sie ins Extreme.
- Dadurch wird sie unhaltbar oder lächerlich gemacht.
- Der Gegner muss sich nun rechtfertigen oder seine ursprüngliche Aussage korrigieren.
🔹 Beispiel:
A: „Wir sollten die Sozialhilfe erhöhen, damit arme Menschen besser leben können.“
B: „Ach so, du willst also, dass jeder fürs Nichtstun bezahlt wird und niemand mehr arbeiten geht?“
Hier verzerrt B die Aussage von A, indem er sie ins Extrem treibt. Dadurch wirkt A’s Position plötzlich unvernünftig.
Warum funktioniert diese Taktik?
✅ Der Gegner wird aus dem Konzept gebracht und muss sich gegen eine Behauptung wehren, die er so gar nicht aufgestellt hat.
✅ Das Publikum könnte durch die Übertreibung auf die Seite des Angreifers gezogen werden.
✅ Es lenkt von der eigentlichen Debatte ab und schwächt die Argumentation des Gegners.
Wie kann man sich dagegen wehren?
🛡 1. Ruhig bleiben & nicht in die Falle tappen – Die Übertreibung erkennen und nicht darauf eingehen.
🛡 2. Auf die Verzerrung hinweisen – Direkt sagen: „Das habe ich so nicht gesagt.“
🛡 3. Die ursprüngliche Aussage präzisieren – Klarstellen, was man wirklich gemeint hat.
🔹 Beispiel für eine clevere Reaktion:
A: „Nein, ich habe nicht gesagt, dass niemand mehr arbeiten soll. Ich meine, dass Menschen in Not mehr Unterstützung brauchen.“
Fazit
Die Extension (Übertreibung) ist ein mächtiger rhetorischer Trick, um Gegner in Diskussionen in die Defensive zu drängen. Wer sie erkennt, kann sich aber leicht dagegen verteidigen. 💡
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