Arbitrage

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Arbitrage bezeichnet die Nutzung von Preisunterschieden für ein identisches Gut oder Finanzprodukt auf verschiedenen Märkten. Im idealisierten Fall werden Kauf und Verkauf passend miteinander verbunden, sodass die Preisdifferenz ausgenutzt wird.

Ein vereinfachtes Beispiel

Kann dasselbe Wertpapier gleichzeitig für 100 Euro gekauft und für 101 Euro verkauft werden, beträgt die Bruttodifferenz 1 Euro je Stück. Ein möglicher Nettoertrag ergibt sich erst nach Gebühren, Spreads, Finanzierung und weiteren Kosten. Verfügbare Mengen und tatsächliche Ausführung müssen ebenfalls zusammenpassen.

Theorie und Durchführung unterscheiden

In theoretischen Modellen wird reine Arbitrage als risikofreie Gewinnmöglichkeit unter festgelegten Annahmen behandelt. In realen Geschäften können unter anderem Ausführungs-, Liquiditäts-, Finanzierungs- und Gegenparteirisiken bestehen. Nicht jede Strategie mit dem Namen „Arbitrage“ erfüllt die Voraussetzungen reiner Arbitrage.

Zinsdifferenz ist allein kein sicherer Gewinn

Geld in einer niedrig verzinsten Währung zu leihen und ungesichert in einer höher verzinsten Währung anzulegen, ist ein Carry Trade. Wechselkursänderungen können den Zinsvorteil aufzehren oder Verluste verursachen. Das darf nicht als risikofreie Zinsarbitrage beschrieben werden. Für gedeckte Zinsarbitrage müssen die verbundenen Zahlungsströme und die Währungsabsicherung mitbetrachtet werden.

Quellen: Deutsche Bundesbank – Arbitrage im Glossar; BIZ – Gedeckte Zinsparität und Arbitragerisiken; Banque de France – Carry Trades und Wechselkursrisiken. Geprüft am 27. Oktober 2026.

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