Marktmacher

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Ein Marktmacher (englisch: Market Maker) ist ein Unternehmen oder eine Institution, die aktiv Kauf- und Verkaufspreise für ein bestimmtes Wertpapier oder einen anderen Vermögenswert stellt, um die Marktliquidität zu gewährleisten.
Funktion eines Marktmachers
Marktmacher handeln oft an Börsen oder im außerbörslichen Handel (Over-the-Counter, OTC) und sorgen dafür, dass es jederzeit Käufer und Verkäufer gibt. Sie stellen verbindliche Geld- (Bid) und Briefkurse (Ask), also Kauf- und Verkaufspreise, zu denen sie bereit sind, Wertpapiere zu handeln.
Beispiel für Marktmacher-Aktivitäten
Angenommen, ein Market Maker stellt für eine Aktie die folgenden Kurse:
- Bid (Kaufkurs): 49,90 € (Preis, den er bereit ist zu zahlen)
- Ask (Verkaufskurs): 50,10 € (Preis, zu dem er verkauft)
Die Differenz von 0,20 € nennt man Bid-Ask-Spread, und sie stellt den Gewinn für den Marktmacher dar.
Warum sind Marktmacher wichtig?
- Erhöhte Liquidität: Sie sorgen dafür, dass Wertpapiere jederzeit gehandelt werden können.
- Geringere Preisschwankungen: Durch ständige Kursstellung verhindern sie extreme Preisschwankungen.
- Schnelle Auftragsausführung: Investoren können ihre Wertpapiere schneller kaufen oder verkaufen.
Wer sind typische Marktmacher?
- Investmentbanken (z. B. Goldman Sachs, JPMorgan)
- Broker und spezialisierte Handelsfirmen (z. B. Citadel Securities, Virtu Financial)
- Börsen selbst, die Market-Making-Dienste anbieten
Marktmacher sind essenziell für effiziente Finanzmärkte, da sie den Handel erleichtern und für stabile Preise sorgen.
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