Incoterms – International commercial terms

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Die Incoterms® (International Commercial Terms) sind weltweit anerkannte Regeln, die von der Internationalen Handelskammer (ICC) veröffentlicht werden. Sie definieren die Verantwortlichkeiten von Käufern und Verkäufern im internationalen Warenhandel und regeln zentrale Aspekte wie Transport, Versicherung, Zollabfertigung und die Übergabe der Risiken.


Ziele der Incoterms®

  1. Klarheit: Eindeutige Regelungen vermeiden Missverständnisse und Streitigkeiten.
  2. Risikominimierung: Sie legen fest, wer für Schäden, Verluste oder Kosten während des Transports haftet.
  3. Standardisierung: Einheitliche Begriffe erleichtern den globalen Handel.

Kategorien der Incoterms®

Die 11 Incoterms® werden in zwei Gruppen eingeteilt, basierend auf dem Transportmittel:

1. Alle Transportarten:

  • EXW (Ex Works): Der Verkäufer stellt die Ware beim eigenen Standort bereit; der Käufer übernimmt alle Kosten und Risiken.
  • FCA (Free Carrier): Der Verkäufer liefert die Ware an einen vom Käufer benannten Ort oder Frachtführer.
  • CPT (Carriage Paid To): Der Verkäufer bezahlt den Transport bis zum Bestimmungsort; Risiko geht beim ersten Frachtführer über.
  • CIP (Carriage and Insurance Paid To): Wie CPT, aber der Verkäufer schließt zusätzlich eine Transportversicherung ab.
  • DAP (Delivered at Place): Lieferung an einen vereinbarten Ort; der Käufer trägt Zollgebühren und Importformalitäten.
  • DPU (Delivered at Place Unloaded): Der Verkäufer trägt die Kosten und Risiken bis zur Entladung am Zielort.
  • DDP (Delivered Duty Paid): Der Verkäufer übernimmt alle Kosten inklusive Zollabfertigung und Einfuhrabgaben.

2. See- und Binnenschifffahrt:

  • FAS (Free Alongside Ship): Der Verkäufer liefert die Ware an die Längsseite des Schiffs im Hafen.
  • FOB (Free On Board): Die Ware wird auf das Schiff verladen; ab diesem Punkt trägt der Käufer die Risiken.
  • CFR (Cost and Freight): Der Verkäufer bezahlt Frachtkosten bis zum Zielhafen; das Risiko trägt der Käufer ab dem Verschiffungspunkt.
  • CIF (Cost, Insurance and Freight): Wie CFR, jedoch schließt der Verkäufer zusätzlich eine Versicherung ab.

Wichtige Aspekte

  1. Verantwortung und Risiko: Die Incoterms® klären, wer welche Kosten trägt und wann die Verantwortung für die Ware übergeht.
  2. Zollabfertigung: Einige Klauseln legen fest, wer die Ausfuhr- und Einfuhrzollabfertigung übernimmt.
  3. Transportversicherung: Nur CIF und CIP erfordern verpflichtend, dass der Verkäufer eine Versicherung abschließt.

Beispiele aus der Praxis

  1. FOB (Free On Board) wird oft für den Seehandel genutzt, da die Warenübergabe klar am Verschiffungspunkt definiert ist.
  2. DAP (Delivered at Place) eignet sich für komplexe Lieferketten, bei denen der Verkäufer Verantwortung bis zum Zielort übernimmt.

Die Incoterms® werden regelmäßig aktualisiert; die neueste Version ist Incoterms® 2020. Sie helfen, internationale Handelsprozesse effizienter und transparenter zu gestalten.

Wir sind darum bemüht die angebotenen Informationen aktuell zu halten und diese in knapper und verständlicher Form darzustellen. Fehler und Irrtümer bleiben aber menschlich und darum vorbehalten. Bei Unstimmigkeiten zu einem Begriff, bitten wir darum dies per E-Mail mit uns zu diskutieren. Bitte nutze hierfür unsere E-Mail: info@jupiterexpress.de« Zurück zum Glossar Index