Hedgefonds
Hedgefonds sind Investmentfonds, die je nach Strategie unter anderem Leerverkäufe, Derivate oder eine Hebelfinanzierung einsetzen. Sie können versuchen, eine positive absolute Rendite zu erzielen. Das ist ein Ziel, keine Zusage marktunabhängiger Gewinne.
Unterschiedliche Strategien
Beispiele sind Long/Short-Ansätze, makroökonomische Positionierungen oder ereignisbezogene Strategien. Nicht jeder Hedgefonds nutzt dieselben Instrumente, denselben Fremdkapitaleinsatz oder Hochfrequenzhandel. Eine Absicherung einzelner Risiken schließt Verluste des Fonds nicht aus.
Regulierung in Deutschland
§ 283 KAGB ordnet inländische Hedgefonds als allgemeine offene inländische Spezial-AIF ein, deren Anlagebedingungen beträchtlichen Leverage oder Leerverkäufe vorsehen. Die pauschale Aussage, Hedgefonds seien kaum reguliert, ist deshalb irreführend. Aufsicht, Vertrieb und zulässiger Anlegerkreis richten sich nach dem anwendbaren Recht und der konkreten Fondsart.
Risiken und Kosten
Hebel können Verluste verstärken. Hinzu kommen je nach Strategie Markt-, Liquiditäts-, Gegenpartei- und Bewertungsrisiken. Auch Rückgabemöglichkeiten und Gebühren unterscheiden sich zwischen Produkten. Eine bestimmte Vergütungsform oder hohe Rendite ist kein allgemeines Merkmal, auf das sich Anleger verlassen können.
Quellen: Bundesfinanzministerium – Hedgefonds; § 283 KAGB – Hedgefonds. Geprüft am 27. Oktober 2026.
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