Refinanzierung

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Refinanzierung bedeutet im Bankwesen, dass sich eine Geschäftsbank selbst die Finanzmittel beschafft, die sie für ihre Tätigkeit benötigt. Der Begriff beschreibt damit die Finanzierung der Bank, nicht unmittelbar die Kreditvergabe an ihre Kunden.
Refinanzierung bei der Zentralbank
Im engeren Sinn ist die Beschaffung von Zentralbankgeld gemeint. Einzelne Banken können Zentralbankgeld auch untereinander am Geldmarkt erhalten. Zusätzliches Zentralbankgeld für das Bankensystem insgesamt entsteht jedoch durch die Zentralbank. Der Refinanzierungsbedarf des Bankensystems ist deshalb für die Geldpolitik wichtig.
Unterschied zur Zinsersparnis
Eine Refinanzierung ist nicht gleichbedeutend mit einer Zinsersparnis. Sie beschreibt zunächst die Beschaffung von Mitteln. Ob dabei Finanzierungskosten sinken oder steigen, hängt von den jeweiligen Konditionen ab. Zinsersparnis bezeichnet dagegen eine Verringerung des Zinsaufwands.
Verwendung außerhalb des Bankwesens
Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Refinanzierung auch für die erneute oder ersetzende Finanzierung bestehender Verpflichtungen verwendet. Welche Bedeutung gemeint ist, ergibt sich aus dem jeweiligen Zusammenhang.
Quelle: Deutsche Bundesbank: Refinanzierung. Geprüft am 27. Oktober 2026.
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